
1.) Das Grundprinzip
…eines Passivhauses ist schnell erklärt: Genutzt werden Sonnenenergie und die Wärme, die Bewohner und Haushaltsgeräte erzeugen. Damit diese Energie nicht verloren geht, ist das Passivhaus mit einer optimalen Dämmung und Lüftung ausgestattet. So kommt das Passivhaus mit 80 % weniger Heizkosten als üblich aus.
Neben bedeutenden Einsparungen von Betriebskosten (Unabhängigkeit von der Preisentwicklung des Rohstoffmarktes) entscheidet man sich bei einem Passivhaus für einen sensibleren Umgang mit der Energie und damit für ein starkes Umweltbewusstsein.
Durch den Einsatz einer kontrollierten Raumlüftung ( Wärmerückgewinnung durch Erwärmung der Zuluft durch die warme Abluft - Wärmetauscher ) wird nicht nur der erforderliche Restwärmebedarf abgedeckt, sondern auch ein gesundes (frei von Verkehrslärm, Staub, Insekten, Pollen), behagliches Raumklima geschaffen. Von einem behaglichen Raumklima spricht man wenn die Oberflächentemperatur der raumbegrenzenden Bauteile nahezu gleich der gewünschten Lufttemperatur im Raum ist und dadurch ein viel angenehmeres Empfinden der Raumtemperatur erreicht wird.
2.) Das Konzept - Die Entwicklung
Bei der Verbesserung des thermischen Standards (mehr Dämmung, bessere Fenster, keine Kältebrücken,…) entstehen Kosten.
Dafür spart man sich im Gegenzug Energie-Kosten beim Betrieb des Hauses.
(a) Ein Minimum an Kosten ergibt sich bei ca. 40 – 50 kWh/m²
(Niedrigenergiehaus). Mehrinvestitionen in die Dämmung schienen sich hier nicht mehr zu amortisieren, weil die Kosten höher wären als die Kosten für das Beheizen.
Heute gibt es Materialien und Ausführungstechnologien, die das Erreichen folgender Situation ermöglichen:(b) Bei ca. 15 kWh/m² ist ein konventionelles Heizsystem überflüssig, die Restwärme wird über das Lüftungssystem zugeführt. Die Kosten springen an dieser Stelle nach unten, da Investitionen für Heizung, Kamin, Raumvolumen für Heizraum bzw. Brennstofflagerung entfallen.
3.) Die Verwirklichung
Um ein Passivhaus zu verwirklichen sind somit folgende Grundregeln notwendig:
(1) Extrem gute Wärmedämmung sämtlicher Bauteile (Wände, Decken, Fußböden, …)
(2) Hochwertige 3- Scheiben- Wärmeschutzverglasung der Fenster
(3) Ausschließen von Wärmebrücken
(4) Kompakte Hausformen ( A/V – Verhältnis )
(5) Sehr dichte Gebäudehülle ( n50 < 0,6 h-1 )
(6) Passive Solarenergienutzung durch große Fensterflächen nach Süden (kann bis zu 40 % der Raumheizung beitragen)
(7) Kontrollierte Raumlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
(8) Zusätzlich kann mit einer thermischen Solaranlage der Energiebedarf zur Warmwasseraufbereitung bzw. bis hin zur gesamten Energieversorgung des Gebäudes erreicht werden.3.1 Dämmung der Bauteile
Der Wärmedämmwert von Bauteilen wird mit dem u-Wert (früher k-Wert) angegeben.
Der u-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) ist ein Maß für den Wärmedurchgang durch einen Bauteil und wird in der Einheit [ W/m²K ] angegeben.
Je kleiner der u-Wert, desto besser der Dämmwert eines Bauteils.
AUSSENWAND: ≤ 0,15 W/m²KDECKEN / FLACHDÄCHER: ≤ 0,15 W/m²K
DACHSCHRÄGEN: ≤ 0,15 W/m²K
FUSSBÖDEN erdanliegend: ≤ 0,15 W/m²K
3.2 3-SCHEIBEN ISOLIEVERGLASUNG
Im FRICO PASSIVHAUS kommen Verglasungen mit einem u-Wert von max. 0,8 W/m²K zum Einsatz.
3.3 VERMEIDEN VON WÄRMEBRÜCKENIm FRICO PASSIVHAUS werden sämtliche Anschlussdetails individuell für jedes Objekt optimiert. Ein großer Vorteil im Frico - System liegen darin, dass die Decken an der Innenseite der Wände eingehängt werden und dadurch die Dämmebene der Außenwände nicht unterbrochen werden muss.
3.4 KOMPAKTE GEBÄUDEFORMEN
Für ein Passivhaus sollte immer eine kompakte Gebäudeform gewählt werden.
Dies bedeutet, die Fläche der Gebäudehülle sollte in einem möglichst geringen Verhältnis zum Gebäudevolumen stehen (A/V – Verhältnis).Durch die völlige Flexibilität des FRICO PASSIVHAUSES ist es ein leichtes für uns eine ideale Gebäudeform zu entwickeln, um diese Kompaktheit zu erreichen und trotzdem den Wünschen des Bauherrn zu entsprechen.
3.5 DICHTE GEBÄUDEHÜLLEUm einen Wärmeverlust durch den natürlichen Luftwechsel durch Ritzen und Fugen zu verhindern, ist die Luftdichtheit der Gebäudehülle ein sehr wichtiger Punkt im Passivhaus.
Das bedeutet der Luftwechsel beim Blower – Door - Test darf 0,6 h-1 nicht überschreiten: n50 < 0,6 h-1
Durch die ideale Lage der Dampfbremse im Wandaufbau des FRICO – Passivhauses und einer eigens eingebauten Installationsebene wird dieser Wert beiweiten erfüllt.
3.6 PASSIVE SONNENENERGIEPassive Solarenergienutzung durch große Fensterflächen nach Süden. Durch den Richtigen Einsatz solcher Glasflächen kann bis zu 40 % der Raumheizung beigetragen werden.
3.7 KONTROLLIERT RAUMLÜFTUNGSANLAGE
Mit hocheffizienten Komfortlüftungsanlagen kommt permanent frische Luft in die Innenräume, während Verkehrslärm, Insekten, Staub, Ruß und Pollen draußen bleiben. In der kalten Jahreszeit wird die Frischluft gewärmt, im Sommer hilft die Lüftungsanlage die Raumluft abzukühlen.
Die gesamte Haustechnik kann im Passivhaus in einem Kompaktgerät untergebracht werden: Das Kompaktgerät ist gerade so groß wie eine Kühl-Gefrier-Kombination und passt somit auch in den kleinsten Haustechnikraum. Es zeichnet sich durch sehr einfache Bedienung aus.
Zentraler Bestandteil eines Passivhaus-Konzeptes zur Ereichung extrem niedriger Energieverbrauchswerte: weniger als 15 KWh/m²/Jahr. Das entspricht Energiekosten für Heizung und Warmwasser von unter € 180,- bei einem Einfamilienhaus mit 130 m² Wohnfläche.
An besonders kalten Tagen wird die Zuluft noch nacherwärmt. Diese Nacherwärmung kann mit einem Elektroeinsatz oder einer Kleinwärmepumpe erfolgen. Eine zusätzliche Vorerwärmung der Frischluft über einen Erdwärmetauscher senkt den Nachheizbedarf noch weiter.
Komfortlüftungsanlagen können jedoch nicht heizen und nicht kühlen wie eine Klimaanlage. Die Energiemengen, welche mit diesem Gerät eingebracht werden können sind minimal. Fehler in der Konstruktion oder in der Bedienung (z.B. Gebäudeauskühlung durch Dauerlüftung im Winter) kann dieses System nicht korrigieren.